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IGeL-Tipp

Schmerztherapie mit dem Kinesiot

Schmerztherapie mit dem Kinesiotape

 

Auch ein IGeL- Tipp des Wirtschaftsmagazin für Orthopäden 5/2007

 

Da die Beschwerden der Menschen durch die hohen Leistungen, die er heutzutage erbringen muss, immer mehr ansteigen, musste eine neue Schmerztherapie entwickelt werden.

Dazu gehört das Kinesiotape!

 

Indikation dieser Schmerztherapie sind muskuläre Beschwerden, wie Blockaden oder Muskelverspannungen, Sportverletzungen, wie Bänderdehnungen oder Anrisse, Kapselverletzungen aller Gelenke und Entzündungen dieser sowie von Sehnen und Fascien.

 

Das Kinesiotape besteht in der Oberfläche aus einem Baumwollmaterial, was es in verschiedenen Farben gibt. Die Struktur der verschiedenfarbigen Kinesiotapes weisen keine Unterschiede auf! Betrachtet man aber den Aspekt, dass Farben die Stimmung und den Körper stark beeinflussen, kommt man zu dem Aspekt, dass blaues Kinesiotape entspannend wirkt, rotes Kinsiotape vitalisierend, braunes Tape wirkt sich positiv auf das Kreislauf- und Lymphsystem aus und das schwarze Kinesiotape strahlt Sicherheit/ Stabilität aus und wirkt entspannender, als das blaue Kinesiotape.

Das Tape ist vorgedehnt auf die Trägerfolie aufgebracht

 

und hält durch einen hautfreundlichen Acrylkleber. Dieser wird gut von den Patienten vertragen (auch von Pflasterallergikern), lediglich bei einigen kann es zu geringen Hautirritationen kommen.

Der Therapieeffekt entsteht durch die Sinusrillen, die auf der Rückseite des Kinesiotapes sind, denn durch das Aufkleben des Kinesiotapes unter Beachtung der verschiedenen Techniken, wird die Haut angehoben und das Gewebe sowie die Blut- und Lymphgefäße haben mehr Platz. Einblutungen und Entzündungssubstanzen können über die Lymph- und Blutgefäße besser abtransportiert werden. Durch den entstandenen Platz im Gewebe werden die Schmerzreflektoren nicht zusammen gedrückt und geben keine Schmerzsignale an das Nervensystem weiter.

Gelenke bekommen dadurch diese Therapie eine Unterstützung und Bänder sowie Sehnen werden mit dem Kinesiotape entlastet.

Das Kinesiotape bleibt sieben bis zehn Tage auf der Haut, danach hat es seinen Großteil der Elastizität verloren und sollte erneuert werden. Die weitere Schmerztherapie mit dem Kinesiotape kann beliebig oft fortgesetzt werden und hat kein Limit an Behandlungen.

Die Schmerztherapie ist bei GKV Patienten eine Igel Leistung und kann wie folgt abgerechnet werden:

Abrechnungsziffer 207 der GOÄ (Tapeverband eines großen Gelenkes) kann für ein Kniegelenkskinesiotape verwendet werden.

Die Abrechnungsziffer 206 der GOÄ wird für ein Kinesiotape, das bei kleinen Gelenken, wie es Anwendung bei den Fingern oder dem Daumen findet, abgerechnet.

Zudem kann eine Abrechnungsziffer erstellt werden, die eine Materialsumme „x“ festlegt, die noch dazu abgerechnet wird.

Je nachdem, ob man den regulären Steigerungssatz von 2,3fach beibehält oder noch erhöht, kann so ein Kinesiotape zwischen 9,38€ bis zu 20,40€ kosten. Natürlich kann für zwei große Kinesiotapes auch die Abrechnungsziffer doppelt abgerechnet werden. Hierbei sollten 10 Tapes nicht überschritten werden!

Auf der Rückseite der Trägerfolie sind Kästchen aufgezeichnet. Man kann auch für jedes Kästchen einen Betrag festlegen und dann je nachdem wie viele Kästchen verbraucht wurden die Summe abrechnen.

 

 

 

 

 

Quelle: Igel- Tipp des Wirtschaftsmagazin für den Orthopäden Ausgabe 5 aus dem Jahre 2007 Seite 18


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